Stimmbildungsnachmittag mit Susan WunderlinIMG 6391

Fotos vom Stimmbildungsnachmittag

Wie im letzten Jahr veranstaltete der Thurgauer Kantonalgesangverband wieder am 13. September im Paul-Reinhard-Schulhaus Weinfelden einen Stimmbildungsnachmittag. Präsident Karlheinz Ribar begrüsste die 70 Sängerinnen und Sänger und er machte auf die Utensilien neugierig, die Susan Wunderlin mitgebracht hatte. Neben einem Trampolin waren vor der Bühne verschiedene Balancegeräte, Kissen, Bälle und einige Rosen aufgebaut. Die Teilnehmer brachten sich auch eine Bodenmatte oder Decke mit. Doch zunächst begann die Stimmpädagogin und –therapeuten anschaulich mit etwas Theorie über die Stimme. „Die Stimme ist der Spiegel, die Visitenkarte der Persönlichkeit.“ Für eine gute Stimme sollte man den Kehlkopf warm und feucht halten. Man sollte sich nicht räuspern, sondern schlucken und immer wieder etwas trinken. Der Körper sollte immer locker sein, als ob man hüpfen will. Die Luftröhre sollte aber gestreckt bleiben. Der Atem sollte bis in den unteren Bauch gelangen und dort gestützt werden. Der Klang soll im ganzen Körper mit ausgestreckten Armen spürbar sein.

 

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Nach den anschaulichen Informationen wurden die Stühle beiseite gestellt und jeder legte seine mitgebrachte Matte auf den Boden. Im Liegen konnte erspürte man den Atemring um den Bauch. Mit Schaukelbewegungen und anderen einfachen Übungen und Massagen wurde mit geschlossenen Augen die Körperwahrnehmung geschult. Auf den mitgebrachten Utensilien konnten die Teilnehmer testen, wie gut sie ihren Körper in der Balance haben. Es wurden Rosen verteilt, mit deren Duft die Tiefe Atmung gespürt werden konnte. Dann wurden Korkzapfen verteilt, mit deren Hilfe man ein Gespür für die korrekte Mundstellung bekommen konnte. Ohne Zapfen war der Gesang dann mit der „Schnute“ gleich viel voller.

Im dritten Teil wurde dann richtig gesungen. An kurzen Beispielliedern zeigte Wunderlin, wie man die hohen Töne leicht singt, phrasiert, entlastet und immer wieder auf eine gute Stimme achtet. Dabei kam immer wieder der Korkzapfen zum Einsatz bzw. zwei Finger mussten zwischen die Zähne. Wenn man das gelernte alles berücksichtigt, entsteht dann ein voller, runder Chorklang.

Nach diesem Grundkurs will der Kantonalverband mit Susan Wunderlin einen Aufbaukurs anbieten.
Vielen Dank für diesen kurzweiligen Nachmittag und die Organisation durch Gabriela Spring und Olga Büsser.