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WEINFELDEN ⋅ Das zwölfte Chor-Open-Air lockte am Freitagabend Hunderte Besucher zum Pfarreizentrum. Bei schönstem Sommerwetter genossen sie die Vorträge der 16 Chöre.

Die Baustelle, die im Moment das Passieren der Freiestrasse verunmöglicht, ist ein Ärgernis für viele Automobilisten. Die Besucher des Chor-Open-Airs, das der Damen- und der Männerchor Weinfelden am Freitagabend zum zwölften Mal organisierten, empfanden diesen Umstand äusserst positiv. Frei von Verkehrslärm konnten sie die Vorträge der sechzehn teilnehmenden Chöre geniessen.

Den Auftakt zum dreistündigen Gesangsmarathon machte der Männerchor Schmidshof mit seinen Interpretationen von «Grün, Silber und Gold» und «Das chan nur Liebi si». Dass die Chöre lediglich zwei bis drei Lieder singen, gehört zum bewährten Konzept des Chor-Open-Airs. Es stellt sicher, dass den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm aus verschiedensten Musikrichtungen geboten werden kann. So präsentierten die einzelnen Chöre im Zehnminutentakt volkstümliches Liedgut, Schlager, Filmmelodien oder Evergreens. Für Abwechslung sorgte zudem die Art ihrer Darbietungen. Während es die Mitglieder des Jodelklubs Weinfelden bevorzugten, in immer der gleichen Stellung zu singen, wechselten die Sängerinnen und Sänger der Regio Singers aus Frauenfeld öfters ihre Position. Der Chor entstand aus dem Gesangsverein Frauenfeld, der 1855 gegründet worden war. «Ich gehe davon aus, dass hier kein Gründungsmitglied mehr dabei ist», erklärte Annegret Scherrer, die humorvoll durch das Programm führte.

Der kleinste Chor war XangKlang. Mit zehn Stimmen brauchten sie sich trotzdem nicht zu verstecken. Ihre Interpretationen von Adeles «Water under the Bridge» oder «The Blessing» von den Celtic Woman gefielen dem Publikum. Der Chor Tägerwilen übernahm bei seinem Einzug gleich die Melodie des abtretenden Damenchors aus Sulgen, was einen tollen Übergang ermöglichte. Ein Highlight war auch Isma Kouaté. Der Weinfelder begleitete mit der Trommel den Seniorenchor Weinfelden und den Männerchor Wigoltingen. Mittlerweile ist es Tradition, dass der Gemischte Chor Mettlen das Chor-Open-Air abschliesst. Nach «Live is life», «Blueme» und «Mohlang Ke Kgotlelang Hae» stimmte Dirigent Roland Kuratli mit dem Publikum gemeinsam «Alls, was bruuchsch uf de Wält, isch Liebi» an.